Wenn feine Venen durch die Haut der Beine schimmern, trauen sich viele Frauen gar nicht mehr, Shorts oder Röcke anzuziehen. Bei den unansehnlichen Erscheinungen handelt es sich meist um Besenreiser. Fast die Hälfte der Frauen aber auch Männer sind von von dieser speziellen Art von Krampfadern betroffen.

Schmerzhaft sind die Besenreiser zwar meist nicht, aber alles andere als schön anzuschauen. In seltenen Fällen können sie aber auch Anzeichen für ernstere Erkrankungen sein.

Ursachen der Besenreiser

Ganz allgemein lassen sich Probleme mit der Durchblutung der Beinvenen als Ursache der Besenreiser ausmachen. Ein Mangel an Bewegung aber auch eine erblich bedingte Schwäche des Venensystems können Gründe für die Entstehung solcher Durchblutungsstörungen und deren Folgen sein. Das feingliedrige Venensystem unter der Haut ist mitunter anfällig für Blutstaus. Die Gefäße, in denen sich Blut sammelt, weil die Venenklappen ihren Dienst nicht zuverlässig verrichten, dehnen sich aus und scheinen sichtbar – eben als sogenannte Besenreiser – durch die Haut hindurch.

Erkennung und Behandlung von Besenreisern

Die gute Nachricht: Besenreiser lassen sich auf unterschiedliche Arten sehr effektiv behandeln.

Behandlung mit Laser

Die schnellste und unkomplizierteste Methode ist die Behandlung mit einem Laser. Hierbei werden die dicht unter der Hautoberfläche liegenden Venen direkt bestrahlt und hierdurch erwärmt. Die Besenreiser bauen sich hiernach ab. Diese Behandlung eignet sich am besten für kleine und sehr feine betroffene Venen. In nur einer Sitzung von 10 bis 20 Minuten lassen sich mit der Laserbehandlung gute und sichtbare Erfolge erzielen – und das in aller Regel ohne Einschränkungen oder Nebenwirkungen für die Patientin oder den Patienten. Je nach Fläche und Intensität der Besenreiser sollte die Behandlung einige Male wiederholt werden, um die Besenreiser vollständig und anhaltend zu entfernen.

Behandlung durch Verödung

Durch die Verödung der betroffenen Venen können insbesondere auch größere und stärker ausgeprägte Besenreiser entfernt werden. Hierbei wird ein Medikament mit einer sehr feinen Nadel direkt in die Venen gespritzt. Die Venen schließen sich und der Körper baut die so verödeten Blutgefäße innerhalb weniger Monate eigenständig ab. In den ersten ein bis zwei Wochen nach der Behandlung wird das Tragen eines Kompressionsverbandes oder von Kompressionsstrümpfen empfohlen, um den Prozess zu unterstützen.

Vor der Wahl der richtigen Behandlungsmethode ist eine Untersuchung der Besenreiser empfehlenswert. Hierbei kann auch abgeklärt werden, ob der seltene Fall einer ernsten Grunderkrankung vorliegt oder – wie in den allermeisten Fällen – ein wirksam zu behebender ästhetischer Makel.