Um gegen die Zeichen der Hautalterung anzugehen, werden sowohl kosmetische als medizinisch fundierte Behandlungen in Betracht gezogen. Eine Behandlungsmethode, die sicher nicht jedem geläufig ist, nennt sich Mesotherapie. Hierbei handelt es sich um eine von dem französischen Landarzt Michel Pistor entwickelten Behandlungsmethode, die Elemente aus dem Bereich der Akupunktur und der Neuraltherapie enthält und in der auch die Reflexzonen einbezogen werden. Auch Menschen, die unter Hauterkrankungen leiden, nutzen die Mesotherapie, um Linderung zu erfahren.

Die Mesotherapie im Einsatz

In der Mesotherapie werden Injektionen in die mittlere Hautschicht (meso) injiziert, die homöopathische Stoffe oder niedrig dosierte Medikamente enthalten. Die Mesotherapie wird deshalb auch als Injektionsakupunktur bezeichnet. Der Inhalt variiert je nach Beschwerdebild und wird von Arzt zu Arzt unterschiedlich zusammengestellt. Häufig sind darin auch Vitamine und Spurenelemente enthalten, sodass zusätzlich auch eine vitalisierende Wirkung eintritt.

Weil die Mesotherapie eine schonende Behandlungsmethode ist, stellt sie eine gute Alternative zu vielen anderen Methoden dar. Sie ist eine gute Alternative, wenn kosmetische Pflegeprodukte nicht mehr ausreichen, das Problem jedoch (noch) nicht mit dem Skalpell gelöst werden soll. Mit der Mesotherapie lassen sich auf schonende Weise gut sichtbare und natürlich aussehende Ergebnisse erzielen. Mehr als die tägliche Pflege ist nach einer solchen Behandlung nicht mehr notwendig.

Sicherlich hat die Mesotherapie wie alle anderen Therapien ihre Grenzen. Da es sich hierbei um eine Behandlung aus dem Bereich der Naturheilverfahren handelt, ist gleichzeitig auch die eigene körperliche Reparaturfähigkeit wichtig. Ebenso wichtig ist eine gesunde Lebensführung, in der Rauchen und Alkohol möglichst keinen Platz haben sollten, dafür aber eine gesunde Ernährung und Sport.

Wann kann die Mesotherapie helfen?

Sehr häufig wird die Mesotherapie zur Beseitigung von Fältchen oder Falten eingesetzt. Dazu wird der Therapeut solche Wirkstoffe auswählen, die sowohl Feuchtigkeit beinhalten, aber auch eine Neubildung von Kollagen anregen. Beides sind genau die Stoffe, die mit steigendem Alter weniger gebildet werden und damit für die Faltenbildung und schlaffe Haut verantwortlich sind. Fältchen am Hals und Dekolleté können ebenso wie Fältchen im Gesicht durch die Mesotherapie beseitigt werden.

Nicht nur die kleinen und feinen Fältchen, sondern auch ausgeprägte Falten, wie Mimikfalten und hängende Mundwinkel lassen sich gut behandeln. Diese tieferen Falten werden mit einer speziellen Mischung an Wirkstoffen unterspritzt. Dazu wird nur genau da injiziert, wo sich der Muskelzug befindet, sodass die persönliche und natürliche Mimik nicht verändert wird.

Die Mesotherapie wird ebenso gerne dazu eingesetzt, um den Haarausfall zu verlangsamen. Gleichzeitig wird die Haarqualität verbessert, weil die vorhandenen Haarwurzeln mit neuer Energie versorgt werden. Mehr als 80% der Behandlungen in diesem Bereich führen zu verringertem Haarausfall und bei mehr als drei Behandlungen zu vollerem Haar nach wenigen Monaten.

Die Mesotherapie ist für ein breites Anwendungsspektrum bekannt. Neben Haut und Haar kann sie auch bei Cellulite, lokalen Fettdepots an Hüften, Oberschenkel und Bauch sowie gegen übermäßiges Schwitzen eingesetzt werden.